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Zeitungsartikel zum 10-Jährigen:

++ 24.01.2007, Allgäuer Zeitung, Füssener Blatt ++
Zehn Jahre Weltladen
Gefeiert wird am Freitag

Füssen (rea). – Zehn Jahre Weltladen in Füssen. Dieses Jubiläum feiern die Organisatoren dieser Einrichtung am Freitag, 26. Januar, mit Freunden, Kunden und allen, die sich für das Anliegen des Fairen Handels interessieren. Um 18 Uhr findet ein Ökumenischer Gottesdienst in der Pfarrkirche Zu den Acht Seligkeiten statt. Um 19.30 Uhr schließt sich einem Empfang im Haus Hopfensee ein Bunter Abend zu Gunsten von „Little Smile“ und der Indienhilfe Herrsching an.

Als die Initiative vor zehn Jahren begann, sprach man noch von der Dritten Welt. Die Unterstützung der Menschen in den so genannten Entwicklungsländern war damals schon das Thema. Aus der Dritten wurde im Zuge der Globalisierung die Eine Welt. Inzwischen reicht der Begriff Weltladen, um deutlich zu machen, um was es dabei geht: Was die Menschen in den armen Ländern produzieren, wird in den reichen Ländern verkauft. Doch von diesem Geld kommt kaum etwas bei den Produzenten an – außer es wird fair gehandelt. Und sämtliche Produkte im Weltladen in Füssen in der Jesuitergasse kommen aus dem Fairen Handel – von Gewürzen, Kaffee und Schokolade über Obst und Wein bis zu Kleidung, Papier-, Korb- und Lederwaren, bis zu Geschirr oder Dekorativem aus Holz, Stein und Glas sowie Schmuck.
Um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen, veranstaltet der Weltladen immer wieder spezielle Kampagnen. So zum Beispiel auch während der Fußball-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr mit einer eindrucksvollen Demonstration dessen, was hinter so einem Lederfußball alles steckt – stundenlange, anstrengende und schwierige Handarbeit. Die Weltläden – auch der in Füssen – wurden auch vielfach ausgezeichnet für ihre Initiative, unter anderem 2004 mit der „Roten Rose“ der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (AFS).
Zum Jubiläum nun stellen sich die „Weltlädler“ wieder in den Dienst der guten Sache und des Fairen Handels. Denn beim Bunten Abend im Haus Hopfensee am Freitag fließt der Reinerlös der Amerikanischen Versteigerung an „Little Smile“, das Kinderdorf auf Sri Lanka, und an die Indienhilfe e.V. Herrsching. Für ihre Gäste haben die Veranstalter ein kalt-warmes Buffet aufgebaut, nur die Getränke gehen auf eigene Kosten.
Eine Woche später, am 2. Februar, gibt es zum Jubiläum „Zehn Jahre Weltladen Füssen“ ein weiteres Schmankerl: die Komödie „Fairdinand“, gespielt im Kleinen Kursaal von den „Ladenhütern“ aus Regensburg.


++ 30.01.2007, Allgäuer Zeitung, Füssener Blatt ++
Wassertropfen in der Wüste …
Eine-Welt-Partnerschaft feiert zehn Jahre Weltladen in Füssen und wertvolle Arbeit

Füssen(sai). Guten Grund zum Feiern hatten die Mitglieder des Vereins Eine-Welt-Partnerschaft: Seit zehn Jahren betreiben sie denWelt-Laden in der Jesuitergasse in Füssen. In diesen zehn Jahren, so Hubert Endhardt in seiner Laudatio im Haus Hopfensee, habeder Welt-Laden viele Menschen reich beschenkt: „Auch wenn angesichts erschreckender Armut in den Ländern der DrittenWelt eure Aktionen wirken wie ein Tropfen auf den heißen Stein – denkt daran, dass man dort, wo es gar kein Wasser gibt, um jeden Tropfen froh ist.

“Die Feierlichkeiten begannen mit Trommelklängen beim ökumenischen Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche zu den Acht Seligkeiten mit Pater Michael Hubatsch und Pfarrer Joachim Spengler, musikalisch gestaltet von „Poverelli“ aus Hopfen. Eingestreut in den Gottesdienst waren Hinweise auf den „FairenHandel“, durch den in der Welt ein Licht entzündet wird. Licht als Symbol, das die Dunkelheit erhellt, deshalb erhielten alle Besucher eine kleine Kerze.Die Fortsetzung des Festabends erfolgte imHaus Hopfensee, wo Vorsitzende Ursula Renner mit großer Freude die zahlreichen Gäste begrüßte und Claudia Rehm als Moderatorin souverän durch den Abend führte. Aufgelockert wurden die Feierlichkeiten durch mehrere Auftritte der Trommelgruppe unter Leitung von Sybille Link sowie einer Musikgruppe aus Vereinsmitgliedern unter der Regie von Petra Jaumann-Bader. Nach der Stärkung am ausgezeichneten Buffet, von Mitgliedern zurVerfügung gestellt (Spenden wurden nicht ab-gelehnt), hielt Vorsitzende Renner Rückschau auf zehn Jahre Welt-Laden (siehe gesonderter Bericht).

 

Uli Pickl und Hubert Endhardt warten gespannt auf das Klingeln des Weckers, um schnell noch das entscheidende, letzte Gebot abgeben zu können. 350 Euro brachte die Versteigerung, von denen jeweils die Hälfte an „Little Smile“ auf Sri Lanka und die Indienhilfe Herrsching geht.

 

Kleine Schritte führen weit
Die Laudatio zum 10-jährigen Jubiläum des Welt-Ladens hielt Hubert Endhardt. Er zitierte eingangs einen Text des Liedermachers Gerhard Schöne, der besonders zu diesem Fest passe: „Spar deinen Wein nicht auf für Morgen, sind Freunde da, so schenke ein. Durchs Schenken wird man reich allein. “Durch seine Initiativen und Aktionen in den vergangenen zehn Jahren habe der Welt-Laden viele Menschen reich beschenkt. Gerade die kleinen Schritte, das Tun des Einzelnen bringe große und wichtige Dinge voran. Er ermunterte alle, weiterhin die gute Sache nach Kräften zu unterstützen: „Ihr tut etwas für Andere, und damit auch für Euch selbst. “Eine turbulente, amerikanische Versteigerung durch das Duo Peter & Peter (Goldfuss und Schlosser) erbrachte einen Erlös von 350 Euro, der aufgeteilt wird auf das Kinderdorf „Little Smile“ in Sri Lanka und auf den Verein Indienhilfe. Nach einer vom Festpublikum frenetisch geforderten Zugabe der Trommlergruppe dankte die stellvertretende Vorsitzende Katrin Simmeth allen Helfern und Helferinnen, die zum erfolgreichen Gelingen des Jubiläumsaktes beigetragen haben. Den beiden Pfarrern für den ökumenischen Gottesdienst, allen Musizierenden, Uli Pickl für die Lokalität und den Sektempfang und nicht zuletzt derVorsitzenden Ursula Renner für ihr Engagement und ihren Einsatz. Zum süßen Ausklang wurden alle Besucher mit einem Nachtischbuffet überrascht.

Zehn Jahre Welt-Laden: Mit Sketchen und Gesang unterstützten die Gründungsmitglieder (von links) Inge Ginther, Rosalie und Gerhard Nold, Christian Ginther und Georg Rehm die Präsentation von Angelika Oswald. In diesen zehn Jahren tat sich viel. Inzwischen hat sich der Welt-Laden samt der Eine-Welt-Partnerschaft zu einem gut funktionierenden und Segen bringenden ehrenamtlichen Unternehmen entwickelt. Fotos: Manfred Sailer
 

Zehn JahreWelt-Laden
Wie sich alles entwickelte

Füssen(sai). Ursula Renner, die Vorsitzende des Vereins Eine-Welt-Partnerschaft, hielt beim Jubiläum des Welt-Ladens Rückschau.

  • Angefangen hat es mit dem Verkauf von „Dritte-Welt-Waren“ durch Jugendgruppen der Pfarrei Acht Seligkeiten Füssen-West. DieWaren mussten damals in mühsamen Aktionen selbst in Kaufbeuren geholt werden.
  • Maßgeblichen Anteil an weiteren Aktivitäten hatte der tödlich verunglückte Pfarrer Peter Mayr, lange Jahre Missionar in Brasilien, der auf untragbare Missstände aufmerksam machte
  • Im Jahr 1994 wurde im Pfarrheim zu den Acht Seligkeiten mit Unterstützung von Pfarrer Erich Renz die Eine-Welt-Ecke eingerichtet. Und bald darauf war der Keller im Pfarrhaus mit Waren überfüllt, um die stets aufwändige und lästige Fahrerei einzugrenzen.
  • Der Verkauf lief bestens. Um Steuerprobleme zu vermeiden, hätte man weniger Waren verkaufen können. Doch statt diesen schlechteren Weg einzuschlagen, wurde am 23. September 1996 der Verein Eine-Welt-Partnerschaft mit 30 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen. Mittlerweile ist die Zahl der Mitglieder auf 114 angestiegen – nach oben gibt es keine Grenzen.
  • Schon nach fünf Monaten wurde am 25. Januar 1997 der Welt-Laden in der Jesuitergasse eröffnet. Seit zehn Jahren sorgen etwa 45 Mitglieder der Ladengruppe unermüdlich und ehrenamtlich dafür, dass der Laden läuft. Mit dem Erlös werden nachweislich, wie es die Satzung vorgibt, unterschiedliche Projekte in Drittländern gefördert.

„A Glump kaff i fei net“
Die „Ladenhüter“ spielen

Füssen(rea). Am Freitag, 2. Februar, beschließt die Komödie „Fairdinand“ um 20 Uhr im KleinenKursaal die Festivitäten zum Jubiläum zehn Jahre Welt-Laden Füssen. Gespielt wird sie von den „Ladenhütern“ aus Regensburg.

Die Geschichte spielt im Eine-Welt-Laden Hinterwald, was der Romanze keinen Abbruch tut. Vertreter Ferdinand verliebt sich in seine schöne Nachbarin Fairena. Die ist aber mehr als nur engagiert für ihre Eine-Welt-Arbeit. Also macht auch Ferdinand mit im Kampf für eine gerechte Welt, obwohl er eigentlich mit dem „Fairen Handel“ nichts am Hut hat. Die Verwicklungen nehmen ihrenLauf, denn Ferdinands Mutter ist ganz und garnicht für diese Liaison.Die Truppe, die sich diese Geschichte ausgedacht hat, nennt sich „Ladenhüter“ und kommt aus Regensburg. „Fairdinand“ nennen Kirstin Rokita, Burgi Wittmann und Hubert Treml eine „ausnahmsweise mal romantische Komödie“, die vorführt, wie wichtig zwischenmenschliches „Fairständnis“ sein kann.Bisher bekamen die „Ladenhüter“ für ihren „Fairdinand“ nur gute Kritiken. Schließlich handelt es sich bei ihnen um Menschen, die entweder eine Schauspielausbildung haben, Künstler sind und sich viel mit Mundart und Kleinkunst beschäftigen oder seit vielen Jahren Theater machen.


++ 02.02.2007, Füssen Aktuell ++
10 Jahre Weltladen Füssen – Ein Stück Welt von Morgen …

Füssen. Zum Zehnjährigen gab es für alle Kunden als kleines Dankeschön eine Rose. Natürlich aus fairem Handel, wie alle Lebensrnittel, Handwerks~ und Kosmetikprodukte, die im kleinen und feinen Laden in der Jesuitergasse 6 im Sortiment sind~ Dabei sind sich die 46 aktiven (von insgesamt 115) Vereinsmitglieder natürlich bewusst, dass sich ihr Einsatz angesichts des Ausmaßes der weltweiten Probleme bescheiden ausnimmt. Doch die Erfahrungsberichte lassen den Erfolg an Einzelprojekten nachweisen und geben dem Konzept recht. Unser Ansatz bringt einen anderen Akzent ins Spiel, wenn es um Hilfe für die so genannte “Dritte Welt” geht, sagt Ursula Renner, Vorsitzende von “Eine-Weit Partnerschaft e, V.”, dem Träger des Weltladens. Faire Preise, Gewinne und Gerechtigkeit statt Spenden und Mitleid könnte man die Grundintention auf einen kurzen Nenner bringen.

Spenden sind notwendig, doch gegen die systematische Benachteiligung der Lander des Südens irn Weltmarkt helfen nur nachhaltige Änderungen mi Welthandel. “Die einzelnen Weltläden sind unter einer kräftigen Dachorganisatiori, die den Zwischenhandel ausschaltet, organisiert”, erläutert Ursula Renner das Prinzip, das sich in den 1980’er Jahren aus der Erkenntnis herausgebildet hat, dass politische Proteste und Aktionen alleine zu wenig sind. Die imWeithandel besonders benachteiligten Kleinproduzenten erzielen über die Weltläden über dem Weltmarktpreis liegende Erlöse, die für ein angemessenes, faires Einkommen, mehr Gerechtigkeit und Menschenwürde sorgen. Direkte Handelskontakte, langfristige Zusammenarbeit und Vorauszahlungen sorgen zudem für wirtschaftliche Sicherheit und bleibende Weiterentwicklung in den betroffenen Ländern. Nicht nur wirtschaftlich, sondern durch entsprechendes Augenmerk auch ökologisch.

Damit Almosen eines Tages überflüssig werden
Die Idee des fairen Handels, als gute und gerechte Sache, und nicht die politische Schiene habe zu Gründerzeiten gelockt, erinnert sich die Vereinsvorsitzende Renner konkret. Durch die flächendeckende Verbreitung von Weltläden bleibe diese Arbeit nicht punktuell und ermögliche es, für die breite Bevölkerung wirksam etwas zu tun. Durch Unterstützung der politischen Aktionen – meist zum Weitladen-Tag im Mai – und natürlich durch jedes gekaufte Produkt. Eine steigende Stammkundenzahl hat der “Füssener Abteilung” dieser globalen Partnerschaft erfreulich steigende Umsatzzahlen beschert und das sogar entgegen der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung. „Die Kunden kommen bewusst, sind informiert und wissen was los ist“, sagt Ursula Renner. So sieht sie die Zukunftsperspektiven der Bewegung denn auch durchweg positiv.

In rnonatlichen Ladentreffen planen die Aktiven die Organisation und den Ablauf im Laden, wie Personaleinteilung und Fortbildung sowie die Vorbereitung der (politischen) Aktionen. Rosalie Nold heißt “der gute Geist, der von Anfang schaut, dass die Sache rund läuft”, so Ursula Renner. Vom Einkauf über das Kassenwesen und Buchhaltung, die von professioneller Seite erstellt wird, um gut beraten und auf der sicheren Seite zu sein. Gute Beratung lautet das entscheidende Stichwort zudem im Verkauf. In Seminaren bilden sich die Weltladen-Verkäufer fort. Darnit sie rnöglichst gut über die Ideen des fairen Handeis, das Sortirnent und Herkunft der Produkte im Bilde sind. EinGesamtbild über das dichte Händlernetz, Produkte und Produzenten, das möglichst gut bei den Kunden ankommen soll. Immer wieder ganz authentisch, denn zahlreiche Handwerker und Erzeuger von Lebensmitteln sind regelrnäßig in Deutschland zu Gast und berichten vor Ort aus erster Hand. “Wenn die Länder des Überflusses den Entwicklungsländern gerechte Preise für ihre Produkte zahlen würden, könnten sie ihre Unterstützung und ihre Hilfspläne für sich behalten.” Diese Feststellung von Dom Helder Camara, der als “Bischof der Armen” über Brasilien hinaus bekannt geworden ist, könnte so etwas wie der Leitsatz für die Arbeit der Weltläden sein.

Eckpunkte aus dem Werdegang des Weltladens Füssen
Ende 1980’er Jahre: Im ehemaligen Landkreis Füssen bilden sich verschiedene kirchliche Aktionsgruppen, die bei Aktionen fair gehandelte Waren verkaufen.
1991: Monatllcher Verkauf durch Jugendgruppen der Pfarrei nach Gottesdiensten in der Pfarrkirche Acht Seligkeiten.
1993: Mehrrnals in der Woche Verkauf in einem kleinen Raum im Pfarrheim “Zu den Acht Selig-
keiten” durch eine so genannte ‚Eine Welt Gruppe‘. Regelmäßiger Verkauf darüber hinaus in verschiedenen Pfarreien, beispielsweise St. Mang (Füssen), Rieden, Schwangau und Trauchgau.
1996: Gründung des Vereins “Eine Welt Partnerschaft e. V.” mit 30 Gründungsmitgliedern. Alle Aktionsgruppen “mit dem gleichen Geist” waren hierzu eingeladen, um für die gewünschte Einrichtung eines Ladengeschäftes die rechtliche Voraussetzung und Sicherheit zu schaffen. Ein großer Markt mit Eine-Welt-Produkten im “Alten Feuerwehrhaus” (heutige Markthalle), ergab den finanziellen Grundstock.
25. Januar 1997: Eröffnung des Weltladens in der Jesuitergasse 6 in Füssen
2002: Renovierung des Ladengeschäftes
2007: In zehn Jahren konnte so ein erwirtschafteter Umsatz von rund 200.000 Euro, Menschen in benachteiligten Gebieten der Erde und Menschen mit Behinderungen direkt zugute, kommen. Momentan hat derVerein 115 Mitglieder. Davon 46 Aktivposten die den Betrieb des Ladens sicherstellen.